Weihnachtsgeschichten
Gefallene Engel
Wenn Sigi Schwarz mit dem Gälfiäßler Franz
Schüssele himmlische Pfade beschreitet,
kann dabei nur
ein teuflisches Vergnügen herauskommen.
Zwei gefallene Engel sitzen vor geschlossenen Toren.
Sie möchten heim,
himmelschreiend und auf Teufel komm raus.
Sigi Schwarz ist voll in ihrem Element,
spritzig und schlagfertig und singen
kann sie auch - aber schräg.
Franz Schüssele, der Teufelskerl, ist der "Maestro" an den Musikinstrumenten.
Sei es Schlappophon, Flaschenklavier oder klingender Heizkörper -
selbst wenn der Mann auf dem letzten Loch pfeifen müsste, käme noch eine
hübsche Weihnachtsmelodie dabei heraus.
Ein Angriff auf die Himmelspforten und die Lachmuskeln der Zuschauer.
Die Presse findet: "Witziger war Weihnachten noch nie"
Programmdauer 2 mal 45 Minuten, Kurzfassungen sind möglich.
Als "Ganzjahresversion" beträgt die Spieldauer max. 30 Minuten.
Knecht Ruprecht hat einen Termin beim Chef und Engel Fiep
soll dem Publikum die Wartezeit mit Weihnachtsgeschichten
verkürzen.
Er soll vorlesen, aber auf gar keinen Fall die markierten
Geschichten - oder gerade die markierten?
Engel Fiep liest mit Begeisterung und zum größten Vergnügen
des Publikums.
Sigi Schwarz erzählt als Engelchen, dem ab und zu die
Teufelshörnchen wachsen, von der lieben Weihnachtszeit
Einfallsreich gewitzt machte Schwarz ihrem Ruf einer vielseitig
talentierten Entertainerin alle Ehre; zur Freude des Publikums:
In angenehmen Dämmerlicht entfaltete sie gerade die richtige Portion
(Ent-) Spannung, um den Vorweihnachtsstress abzubauen.
Es liegt auch ein Stück vorweihnachtliche Gesellschaftskritik
im Erzählstoff. Aber bei Sigi Schwarz kommt das so zartbitter verpackt
daher, dass die Storys einfach nur hinreißend sind.
Diesen Engel zum Schluss selbst an den Ohren vom Stehpult zu zerren,
das unterstrich vollends Sigi Schwarz' Fähigkeit, mit
facettenreich eingesetzter Stimme und Gestik, verschiedenste
Charaktere perfekt wiederzugeben und sich dabei auch selbst ein wenig auf
die Schippe zu nehmen.
BZ vom 20.12.2004 adu
© Sigi Schwarz